Wer kennt ihn nicht - den 17 Minuten lang immer wiederholten Rhythmus der kleinen Trommel in Ravels „Bolero“, der für jeden Schlagzeuger eine Herausforderung ist. Mit seiner Monotonie, die durch das Hinzukom-men von immer mehr Instrumenten in ständig wiederkehrenden Melodien eine riesige Steigerung und etwas unheimlich Zwingendes birgt, erreichte das Werk schon bald Weltruhm.
Im Abschlusskonzert des diesjährigen Festivals steht es ebenso auf dem Programm wie die nicht weniger berühmte sinfonische Dichtung „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. In ihr werden in unvergleichlicher Weise die Bilder des Architekten und Malers Victor Hartmann lautmalerisch in Musik gesetzt, verbunden durch „Promenaden“, die die Zuhörer sinnbildlich von Gemälde zu Gemälde führen.
Das dritte Werk des Abends, Peter Tschaikowskis Klavierkonzert Nr. 1 in b-moll, zählt wohl zu seinen bekanntesten Schöpfungen. Mit Eugene Mursky konnte für die Interpretation dieses Werkes ein Künstler verpflichtet werden, der schon jetzt einer der prominentesten Pianisten seiner Generation ist.
Das schon zur Tradition gewordene große Feuerwerk beendet den Konzertabend und somit das 11. Sommerfestival auf Schloss Filseck.