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Kein oratorisches Werk Georg Friedrich Händels ist wohl bekannter als der „Messias“. In ihm wird Christi Leben von der Geburt bis zur Auferstehung musikalisch dargestellt, gepaart mit Anbetung, Ehrfurcht und Lobpreis in Arien und Chören.
Wolfgang Amadeus Mozart, den diese Komposition Händels sehr beeindruckte, schrieb für sie eine Fassung für Solisten, Chor und sinfonisch besetztes Orchester.
Im Jahr 2006 gedenkt die Musikwelt des 250.
Geburtstages Mozarts. Dies ist der Anlass, um seine Messias-Fassung in ganz besonderer Art aufzuführen. Nicht konzertant, sondern in szenischer Form soll das Werk auf Schloss Filseck zu sehen und hören sein. So wird es möglich, dass sich durch Bewegungen, Formationen, Ausstattung und Licht, in die neben den Solisten auch der Chor als Gruppe integriert wird, dem Publikum neue, teils überraschende und emotionale Sichtweisen auf Werk und Inhalt öffnen.
Mit Rainer Kittel konnte ein äußerst erfahrener Regisseur verpflichtet werden, der bereits bewiesen hat, dass er die Gratwanderung zwischen Überfrachtung und Banalität meistert und der inhaltlichen Bedeutung der Werkaussage sensibel und bis ins Detail überlegt gerecht wird.
Am 5. und am 6. August bieten wir den Besuchern eine Konzerteinführung an. Der Direktor der Evang. Akademie Boll, Joachim Beck, wird jeweils um 19 Uhr in der Stiftskirche Faurndau über das Werk von G. F. Händel, die Fassung von W. A. Mozart und die Besonderheit einer szenischen Aufführung sprechen. (Bustransfer incl.) |